Archiv

Schön & Gut (2005)

Internationales Volkstheaterfest
Gemeinsam mit der arena Berlin veranstaltete die Familie Flöz im Sommer 05 das 1. Internationale Volkstheaterfest "schön&gut".
Anlaß war das Doppeljubiläum 10 Jahre arena / 10 Jahre Familie Flöz.
Präsentiert wurden 15 Produktionen aus Europa, die in Verwandschaft zum Theater der Familie Flöz stehen.
Wir arbeiten daran, dieses Festival alle zwei Jahre in Berlin zu veranstalten und zu einem etablierten und lebendigen Forum für internationales, visuelles, poetisches und kommödiantisches Theater zu machen
Gäste waren:
Compagnie Deschamps & Makeieff, Neville Tranters Stuffed Puppet Theatre, Bremer Shakespeare Company, Renegade Theatre, Ursus & Nadeschkin, Kristjan Ingimarsson, Paolo Nani, Die Spieler, Nicola Schößler, Giraffen am Hafen.






Navigazioni (2003)

Von Gilgamesh bis Kafka
Ein europäisches Theaterprojekt auf einem 130m-langen Frachtschiff im Mittelmeer.
Gemeinsam mit dem Teatro della Tosse (Genova, Italien), Materiali Resistenti (Bergamo, Italien) und der CamutBand (Barcelona, Spanien) erzählt Flöz die lange Geschichte der Reisenden. Ausgehend von der alten Seefahrer- und Hafenstadt Genua wird im Bauch des Schiffes, auf verschiedenen Bühnen und mit unterschiedlichsten Theatermitteln, die Geschichte des reisenden Menschen durch die Jahrhunderte verfolgt.
Tournee: Genova, Imperia, Savona, Livorno, La Spezia, Napoli, Palermo



TWO% Homo Oeconomicus (2001)

Schon in den 80er Jahren gelang es einer Gruppe von Wissenschaftlern eine genetisch veränderte Gattung Mensch herzustellen, die nach rein rationalen Kriterien entscheiden sollte - der sogenannte HOMO OECONOMICUS, welcher in einer Leistungsgesellschaft ein glückliches und erfülltes Leben führen sollte. Die Ergebnisse der Züchtung wurden jahrelang geheimgehalten, bis 1998 drei Männchen aus dem Versuchscamp ausbrechen konnten. Sie waren sowohl physisch als auch psychisch in einem erbärmlichen Zustand. Überraschenderweise gerieten die drei Wesen schon kurze Zeit später in Kontakt mit dem Showbusiness. Es gelang ihnen, aus ihren sonderbaren Lebenserfahrungen und ihrem genetischen Unterschied von nur "zwei Prozent" eine Theatershow zu kreieren. "TWO%" ist ein seelisches Naherholungsgebiet für den (Theater)-Konsumenten. Im Mittelpunkt steht der kaufende und verkaufende Mensch.



two % happy hour (2000)

Der "Homo Oeconomicus" steht im Mittelpunkt des Projektes "two %", der kaufende und verkaufende Mensch.
Was, wo, wie, warum, wofür kaufen und verkaufen wir?
"two% - happy hour" ist der erste Teil dieser Trilogie. Es ist eine theatrale Installation: keine herkömmliche Theatervorstellung. Der Zuschauer nimmt (inter)aktiv Teil an der Entstehung eines Stücke. Ein Abend voller Überraschungen und Ungewissheiten. Die Trennung von Saal und Bühne ist aufgehoben.

Das Spiel findet - offen und versteckt - unmittelbar und überall statt. Der Raum verwandelt sich in ein Kommunikations-Varieté, in dem Spieler wie Zuschauer verschiedenste Rollen einnehmen.



Familie Flöz kommt Über Tage (1996)

"Familie Flöz" lebt unter der Erde. Eines Tages gelangen sie durch einen tiefen Schacht überraschend das erste Mal ans Tageslicht. Begeistert vom neuen Lebensraum wird ein Bauprojekt in Angriff genommen.
Noch zwitschern die Vögel, ein alt-Hippie greift in die Seiten seiner Klampfe, das Licht des heraufdämmernden Morgens als melancholischer Weichzeichner.
Dann bricht er los, der alltägliche Wahnsinn: Mann gegen Mann, Mann gegen Frau, Chef gegen Arbeiter und umgekehrt. Menschen wie du und ich springen aus dem Bauch der Erde ins Rampenlicht. Die beiden Jungs vom Bau, die lieber Karten zocken als malochen, ihr selbstgefälliger Boss, der bei seiner zickigen gattin dafür nichts zu lachen hat, oder die naive Traumfrau mit ihrem monströsen Baby, das einen der Bauarbeiter verschlingt und mit einem Kasten Bier herunterspült.
Ruheinseln, Fluchtpunkte sind allein die Tagträume, die die Figuren sichtbar träumen:
So verwandelt sich der nüchterne Aufzugsschacht für den einen in eine Cocktail-Bar, für den anderen wird er zum Ort eines romantischen Badevergnügens.
Magische Effekte und Illusionen wie aufzüge, Fließbänder, Rolltreppen und ein Arm, der plötzlich über das menschliche Mass hinauswächst, geben dem Spektakel einen besonderen Reiz.
Im Dreiklang von Darstellung, Musik und Licht entsteht ein kleines, chaotisches aber liebenswertes Universum. "Flöz-City" ist für 90 spannende Minuten der Mittelpunkt der Welt.

FAMILIE FLÖZ taucht im Januar 1996 zum ersten Mal auf - in einer stillgelegten Zeche in Bochum kommen sie aus dem Dunkel durch einen tiefen Schacht "über Tage". Eine Gruppe von Absolventen der Folkwang-Hochschule Essen entwickelt eine Theaterform, die selten geworden ist: Theater mit Masken. Die "Flöze" werden schnell zum Geheimtip in der deutschen Theater- und Comedyszene und begeistern durch eine exquisite Mixtur aus Artistik, Musik, Magie, Clownerie und Maskenspiel. Auf zahlreichen Festivals als "Kultstück aus dem Ruhrpott" gehandelt, erhält "Familie Flöz" neben besten Kritiken diverse Auszeichnungen (Preis des Festivals Theaterzwang NRW, 1. Preis Internationales Guakler-festival Koblenz, Hannoverscher Querkunstpreis). Nach Stationen auf Festivals in Freiburg, Magdeburg, Zürich, Rastatt, Köln, Stuttgart, Braunschweig, München u.a. folgen Einladungen in ganz Europa.
Tourneen: Deutschland, Belgien, Holland, Dänemark, Schweiz, Italien, Österreich, Frankreich, Spanien, Slowakei, China